Ausstellungseröffnung "Fließende Räume. Karten des Donauraums 1650-1800" in Budapest

Veröffentlicht am 04.09.2018

Am 2. August 2018 wurde die Ausstellung „Fließende Räume. Karten des Donauraums  – Floating Spaces. Maps of the Danube Region, 1650-1800, in der Széchényi-Nationalbibliothek (Országos Széchényi Könyvtár, Budavári Palota „F” épület, 1014 Budapest, Szent György tér 4-5-6) Budapest eröffnet, wo sie bis zum 13. September gezeigt wird

Durch die aktive Mitwirkung der Deutschen Botschaft in Budapest wurde die Ausstellung an ihrem zweiten und zentralen ungarischen Standort kulturpolitisch wie auch medial aufgewertet. Botschafter Volkmar Wenzel setzte in seiner Rede erinnerungspolitische und europapolitische Akzente. Er ging auf die Dynamik der räumlichen Prozesse im östlichen und südöstlichen Europa ein, die von der Ausstellung thematisiert werden, und schlug dabei den Bogen von der Frühen Neuzeit bis in unsere Gegenwart.

Der Leiter der Széchényi-Nationalbibliothek, László Tüskes, hob die Bedeutung des Themas für die ungarische Geschichte hervor und verwies auf die partnerschaftlichen Beziehungen zum Tübinger Institut.

Wolfgang Zimmermann, Leiter des Staatsarchivs Baden-Württemberg/Generallandesarchiv Karlsruhe und Mitkurator der Ausstellung, bezog sich in seinem Grußwort auf die Entstehung der Metapher „Donauraum“ und verwies auf die inhaltliche Struktur der Schau, die zu einem großen Teil auf den wertvollen Beständen handgezeichneter Karten des Karlsruher Archivs beruht. Deren Zustandekommen ist auf markante Mitglieder des markgräflichen Hauses Baden, wichtige Hauptakteure der Türkenkriege in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, zurückzuführen.

Reinhard Johler, Leiter des IdGL, führte in die Grundlagen des gemeinsamen Forschungsprojekts ein, aus dem die internationale Wanderausstellung hervorgegangen ist. Er verortete die Botschaften der Ausstellung  nicht nur in der Geschichte, sondern auch in der Gegenwart, im Kontext der europäischen Donau-Strategie, und verwies auf die gute Kooperation mit der Bibliothek und dem Informationszentrum der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA Könyvtár és Információs Központ). Das Team um Professor Monok hat seine Kuratorenfunktion mit Kompetenz, Erfahrung und viel freundschaftlichem Entgegenkommen ausgefüllt.