Workshop „Netzwerke und NS-Belastung zentraler deutscher Behörden“

Veröffentlicht am 27.11.2018

Im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten und am Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) angesiedelten Forschungsprojektes „Das Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. NS-Geschichte, Netzwerke und Diskurse“ fand am 16. und 17. November 2018 der Workshop „Netzwerke und NS-Belastung zentraler deutscher Behörden“ statt. Die Grundlage des in drei Sektionen gegliederten Workshops bildeten Impulsreferate und Kommentare, um die mit den zentralen Begriffen der Tagung verbundenen Aspekte vergleichend und interdisziplinär zu diskutieren.


Neben dem Erkenntnisgewinn für das Tübinger Projekt und dem Einblick in andere laufende Projekte zur Behördenforschung wurden beim Workshop einige Forschungsdesiderata evident: Die Notwendigkeit, zentrale Begriffe zu schärfen, nicht zuletzt, um eine Vergleichbarkeit zwischen einzelnen Projekten zu ermöglichen. Darüber hinaus zeigte der Workshop auf, dass Ministerien und oberste Behörden in größeren Kontexten analysiert werden sollten, sei es in ihrem Gesellschaftsbezug oder auch mittels einer transnationalen Perspektive. Der interdisziplinäre Zuschnitt des Workshops machte zudem deutlich, dass auch die Behördenforschung vom Dialog mit anderen Disziplinen profitieren kann. Schließlich offenbarte sich die Notwendigkeit des wissenschaftlichen Austausches aktueller und im Entstehen befindlicher Studien. Der Tübinger Workshop bot damit nicht nur eine Plattform des wissenschaftlichen Austausches, sondern schuf darüber hinaus eine Basis zur Vernetzung einschlägiger Projekte.


Ein ausführlicher Bericht wird auf H-Soz-Kult erscheinen.