Eröffnung der Ausstellung "Fließende Räume" in Turnu Severin

Veröffentlicht am 9 Nov 2020

Die Ausstellung „Fließende Räume. Karten des Donauraums 1650-1800“ setzt ihre Rumänien-Tour flussaufwärts fort und ist am Eisernen Tor angelangt.  Am 22. Oktober 2020 wurde sie in Drobeta Turnu Severin eröffnet.


Die Eröffnung stand auch hier im Zeichen der Einschränkungen, die den Organisatoren und dem Publikum von den Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auferlegt wurden. Trotzdem hat sich in dem in der Altstadt gelegenen Kulturpalast Theodor Costescu (Palatul Cultural Theodor Costescu), ein zahlreiches Publikum eingefunden.


Die Ausstellung wurde von dem Generaldirektor des Rumänischen Nationalarchivs, Christian Anița, eröffnet, der auf die erfolgeiche Kooperation mit dem Landesarchiv Baden/Württemberg und dem Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde im zurückliegenden Jahrzehnt verwies. Marius Screciu, Bürgermeister der Stadt, hob die Bedeutung der wichtigen Hafenstadt für die Donaustrategie der Europäischen Union hervor. Sorin Vidan, Direktor des Kulturpalastes, ging auf die kulturellen Aktivitäten seines Hauses ein. Reinhard Johler, Leiter des Instituts für donauschwäbische Geschichte, wertete die Ausstellung als ein Ergebnis dauerhafter Kooperation mit dem Staatsarchiv Baden-Württemberg und betonte die gute Zusammenarbeit mit der Babeș-Bolyai Universität Klausenburg/Cluj-Napoca und dem Institut für Soziohumane Forschungen in Hermannstadt/Sibiu. Der Leiter des Staatsarchivs Drobeta Turnu Severin, Nicușor-Marian Pele Trăiloiu, erinnerte an die Rolle deutscher Fachkräfte bei der Errichtung der Donauwerft und an das weiterhin sichtbare Erbe der ehemaligen deutschen Bevölkerung im Straßenbild der Altstadt. Rudolf Gräf, Leiter des Hermannstädter Instituts für Soziohumane Forschungen wie auch rumänischer Kurator der Ausstellung bezog sich auf den wissenschaftlichen Wert der Exponate für das Entstehen von Wissen über die untere Donau. Schließlich fasste Josef Wolf den Aufbau, die Inhalte und Botschaften der Ausstellung zusammen.


Die deutsch-englischen Bildunterschriften der Exponate wurden vom lokalen Mitveranstalter mit einer rumänischen Fassung ergänzt.Vertreter mehrerer nationaler, regionaler und lokaler Medien wohnten der Vernissage bei. Die Veranstaltung wurde musikalisch vom Orchester des Hauses umrahmt, das auf dem Palastbalkon bekannte Donaumelodien darbot. Das Begleitprogramm der Eröffnung umfasste die Besichtigung der Überreste der antiken Donaubrücke von Apollodor von Damaskus (105-106 n. A.D.), der Talsperre am Wasserkraftwerk Eisernes Tor II., wie auch eine Schiffsfahrt durch das Durchbruchtal des Stromes von Orschowa/Orșova bis zum Großen Kazan.


Die letzten rumänischen Stationen der Ausstellung sind 2021 Reschitza/Reșița und Temeswar/Timișoara.