Postkarte des Monats Februar

Veröffentlicht am 1 Feb 2021

Die bebilderte Postkarte wurde am Ende des 19. Jahrhunderts rasch zu einem beliebten Medium. Um 1900 wurden in Deutschland jährlich 88 Millionen Ansichtskarten verschickt, in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie 31 Millionen. Die Rolle der Ansichtskarte beschrieben 1901 die in Budapest veröffentlichten Geografische[n] Mitteilungen folgendermaßen: „Es handelt sich um eine solche Novität, die […] mit ihrer Schönheit erobert, mit ihrer edlen Einfachheit einen erfreut, und was die Hauptsache ist: Sie belehrt und bildet.“ In der Österreich-Ungarischen Monarchie vermittelten die Ansichtskarten nicht zuletzt geografisches und ethnografisches Wissen und eröffneten den Menschen eine Vorstellung über Ausmaß und Vielfalt der Gesamtmonarchie.

Die hier mitgeteilte Ansichtskarte aus den Sammlungen des IdGL – erschienen 1905 in Czernowitz im Verlag von S. Wünsch – gehörte zu den ethnographischen Reihen. Die Ansichtskarte wurde Paul Berger jun. im preußischen Crefeld von seiner Tante in der Bukowina geschickt, die ihrem Neffen zur bestandenen Prüfung gratulierte.