Wer sind die Erben des kulturellen Erbes der Deutschen in sowie aus Rumänien und wie gehen sie damit um?

Veröffentlicht am 13 Jun 2019

Wer sind die Erben des kulturellen Erbes der Deutschen in sowie aus Rumänien und wie gehen sie damit um?
Tagung an der Lucia Blaga Universität Sibiu (Hermannstadt), Rumänien, 23.-25. Mai 2019

Im Rahmen der internationalen Tagung „Migration und Identität im rumänischen Kulturraum“  hat das IdGL,  vertreten durch Dr. habil. Mathias Beer, zusammen mit Kooperationspartnern aus Hermannstadt und München das Panel „Die Rumäniendeutschen. Migration und kulturelles Erbe nach 1945“ organisiert. Ausgangspunkt bildete das weitegehende Verschwinden der deutschen Minderheiten aus Rumänien als Folge der NS-Politik, des Zweiten Weltkriegs, der rumänischen Minderheitenpolitik und der vor allem in die Bundesrepublik Deutschland führende Kettenmigration.


Die Tagung fragte multidisziplinär nach dem Umgang mit dem materiellen und immateriellen kulturellen Erbe der deutschen Minderheiten – u. a. Institutionen, Sozialformen, Sprache, Literatur, Bäuche, Geschichtsschreibung,  Architektur – und danach, wer die Erben dieses kulturellen Erbes sind. Denn ihre Zahl hat sich als Folge der Emigration deutlich vergrößert, in der Regel verdoppelt. Ob auf staatlicher Ebene, jener der Interessenvertretungen, der Kirchen oder der Ortsgemeinschaften – es gibt jeweils zwei Erben, einen in Rumänien und einen in der Bundesrepublik, die sich der Pflege des kulturellen Erbes in unterschiedlichem Maße angenommen haben. Mit seinem Ansatz lieferte die Tagung eine wichtige Bestandsaufnahme der multiplen Verortung des kulturellen Erbes, seiner Träger und seines Funktionswandels. Die Ergebnisse sollen sowohl in rumänischer als auch deutscher Sprache publiziert werden.

Dr. habil. Flavius Solomon, Dr. Florian Kührer-Wielach, Dr. habil. Mathias beer, Prof. Dr. Ioan Ţirplic, Acad. Victor Spinei (v.l.n.r.)