Vortragsreihe „Das Ende des Ersten Weltkriegs und seine Folgen. Die Neuordnung im Donauraum nach 1918“ 3

Veröffentlicht am 31 Oct 2019

Vortragsreihe „Das Ende des Ersten Weltkriegs und seine Folgen. Die Neuordnung im Donauraum nach 1918“

Unter dem Titel „Gesellschaftliche Herausforderungen der neuen Staaten“ fand am 28. Oktober die vierte Veranstaltung der Vortragsreihe in Kooperation mit dem Ungarischen Kulturinstitut in Stuttgart statt. Die Historiker Prof. Dr. Gábor Egry, Generaldirektor des Politikhistorischen Instituts in Budapest, und Prof. Dr. Bogdan Murgescu von der Universität Bukarest stellten die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen der staatlichen Neuordnung in Ungarn und Rumänien dar. In beiden Vorträgen wurden historische Meistererzählungen demontiert. So wurde dargestellt, dass die Wirtschaft in Ungarn trotz des hohen Verlustes an menschlichen und materiellen Ressourcen nicht nur rasch saniert werden, sondern sogar das Niveau der Vorkriegszeit überholen konnte. Für Rumänien stellten dagegen die als „goldene Zeit“ verklärten Nachkriegsjahrzehnte eine komplexere Herausforderung dar. Grundlegende demokratische Reformen wie die Wahlreform und die Bodenverteilung konnten ihre Wirkung u.a. wegen der nicht gelösten Frage der ethnischen Minderheiten nicht entfalten.
Durch den Abend führte Prof. Dr. Márta Fata.